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Keiner hat mich gefragt, ob mich das interessiert.

Ich wurde in eine Winzerfamilie hineingeboren, ohne dass mich jemand gefragt hat, ob mich das mit dem Wein und der Kellerarbeit überhaupt interessiert. Anfangs fand ich es spannender, beim Opa am Traktor zu sitzen oder mich im Keller zu verstecken, als bei der Lese mit zu helfen oder die Tanks im Keller sauber zu machen. Also verschlug es mich erstmal in die Gastronomie, weil Welt bereisen und außergewöhnliche Gerichte zu servieren und teure Weine für die Gäste zu öffnen ist ja viel cooler, als daheim zu sitzen. 

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Früh übt sich.

Das dachte ich damals. Irgendwann ging es dann doch wieder zurück und ich sehnte mich nach einer anderen Beschäftigung, bei der ich nicht immer freundlich sein musste und mehr draußen sein könnte. Lag dann irgendwie auch auf der Hand, dass Weinmachen doch nicht so eine schlimme Sache ist und somit durfte ich 2014 aus Trauben, die mir mein Vater gab, meinen ersten Wein und daraus resultierend meinen ersten Sekt machen. Genau da hats mich erwischt, das Blubbervirus.

Quer eingesteigen.

Seitdem hat sich einiges getan. Vom kleinen Garagenweingut bis hin zum größenwahnsinnigen Keller mit Heurigen im Kamptal war schon alles dabei, aber nachdem das Weinbusiness aktuell eher undankbar ist und sich das Leben manchmal in Himmelsrichtungen dreht, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt, soll das Sprudel machen wieder ein Hobby werden. Ohne Druck, dafür wieder mit Freude. Ich habe im September 2025 einen neuen Weg eingeschlagen und darf an der HLF Krems junge, motivierte Schülerinnen und Schüler unterrichten, weshalb nicht mehr ganz so viel Zeit übrig bleibt für den Sprudel, aber keine Panik auf der Titanic, irgendwie gehts weiter. Anders, entspannter, kleiner.

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Seelenwinzerhund.

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